Mari Lwyd ist ein faszinierender walisischer Mittwinter-Brauch, der seit Jahrhunderten in Wales gefeiert wird. Der Brauch besteht darin, dass eine Gruppe von Menschen eine lebensgroße Pferdepuppe, die als Mari Lwyd bekannt ist, durch die Straßen trägt und dabei traditionelle Lieder singt.
Die Mari Lwyd besteht aus einem Pferdeschädel, der auf einem langen Stock befestigt ist. Der Schädel ist mit bunten Bändern und Schleifen geschmückt und mit einem weißen Tuch bedeckt, das den Körper des Pferdes darstellt. Die Puppe wird von einer Person getragen, die als "Jockey" bezeichnet wird und in traditioneller Kleidung gekleidet ist.
Die Gruppe, die die Mari Lwyd trägt, geht von Haus zu Haus und fordert die Bewohner auf, sie hereinzulassen. Dabei singen sie traditionelle Lieder und führen einen Reimwettbewerb mit den Bewohnern durch. Die Bewohner müssen dann in Reimform antworten und versuchen, die Mari Lwyd und ihre Gruppe draußen zu halten. Wenn die Bewohner besiegt werden, öffnen sie die Tür und lassen die Mari Lwyd und ihre Gruppe herein. Es wird angenommen, dass dies Glück für das kommende Jahr bringt.
Der Brauch der Mari Lwyd hat eine lange Geschichte und ist eng mit der walisischen Kultur verbunden. Es wird angenommen, dass er vorchristlichen Ursprungs ist und mit dem alten keltischen Fest des Mittwinters zusammenhängt. Die Mari Lwyd wird oft als Symbol für den Winter und den Tod betrachtet, aber auch als Symbol für die Hoffnung auf neues Leben und Wachstum im kommenden Frühling.
Heutzutage wird die Mari Lwyd oft während der Weihnachtszeit und des Neujahrs gefeiert. Es ist ein Brauch, der die Gemeinschaft zusammenbringt und die Menschen dazu ermutigt, ihre kulturellen Wurzeln zu feiern. Die Mari Lwyd ist ein faszinierendes und einzigartiges Beispiel für die reiche Tradition und Folklore von Wales.
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